DPI-Rechner: Pixel in cm und Druckgröße berechnen

Die Druckgröße eines Bildes ergibt sich aus seiner Pixelzahl geteilt durch die Auflösung in dpi, multipliziert mit 2,54 cm. Ein Bild mit 3.000 Pixel Breite wird bei 300 dpi 25,4 cm breit, bei 150 dpi doppelt so breit. Der Rechner zeigt beide Richtungen.

Kurz zusammengefasst

Druckgröße in cm = Pixel ÷ dpi × 2,54. Für Flyer, Broschüren und Fotos bis DIN A3 gelten 300 dpi als Richtwert, für große Plakate reicht wegen des größeren Betrachtungsabstands weniger. DIN A4 braucht bei 300 dpi 2.480 × 3.508 Pixel. Den dpi-Wert einer Datei zu ändern, verändert nur die Druckgröße, nicht die Bildschärfe.

Pixel → Druckgröße

25,4 × 16,9 cm
254 × 169 mm · 10,00 × 6,67 Zoll
Größtes DIN-Format bei dieser Auflösung: DIN A5

Druckformat → benötigte Pixel

2.480 × 3.508 Pixel
entspricht 8,7 Megapixel

Formel: Pixel = cm ÷ 2,54 × dpi. Beschnittzugabe der Druckerei kommt dazu.

Ausgedrucktes Foto wird vor einem Bildschirm mit Bildern betrachtet
Vom Bildschirm aufs Papier: Pixel werden erst über die Auflösung zur Druckgröße

Wie rechnet man Pixel in cm um?

Pixel werden in cm umgerechnet, indem man die Pixelzahl durch die Auflösung in dpi teilt und das Ergebnis mit 2,54 multipliziert. Der Faktor 2,54 steht für ein Zoll, denn dpi bedeutet „dots per inch“, also Bildpunkte pro Zoll.

Die Formel gilt für Breite und Höhe getrennt: cm = Pixel ÷ dpi × 2,54. Umgekehrt ergibt sich die benötigte Pixelzahl für ein bestimmtes Druckmaß aus Pixel = cm ÷ 2,54 × dpi. Ein Foto einer Kamera mit 24 Megapixeln hat meist 6.000 × 4.000 Pixel. Bei 300 dpi ergibt das 50,8 × 33,9 cm, also mehr als DIN A3.

Bildbreite in Pixel bei 300 dpi bei 150 dpi bei 72 dpi
1.200 px 10,2 cm 20,3 cm 42,3 cm
2.480 px 21,0 cm 42,0 cm 87,5 cm
3.000 px 25,4 cm 50,8 cm 105,8 cm
6.000 px 50,8 cm 101,6 cm 211,7 cm

Die 72-dpi-Spalte zeigt, warum Bilder aus dem Internet im Druck oft unscharf wirken: Ein Bild, das am Bildschirm groß aussieht, hat für den Druck schlicht zu wenige Pixel.

Wie viele Pixel braucht ein Bild für DIN A4 und andere Formate?

Für DIN A4 im Format 21 × 29,7 cm braucht ein Bild bei 300 dpi 2.480 × 3.508 Pixel, rund 8,7 Megapixel. Bei 150 dpi genügen 1.240 × 1.754 Pixel. Die Maße der A-Reihe sind in der internationalen Norm ISO 216 festgelegt.

Format Maß Pixel bei 300 dpi Pixel bei 150 dpi
DIN A6 10,5 × 14,8 cm 1.240 × 1.748 (2,2 MP) 620 × 874 (0,5 MP)
DIN A5 14,8 × 21 cm 1.748 × 2.480 (4,3 MP) 874 × 1.240 (1,1 MP)
DIN A4 21 × 29,7 cm 2.480 × 3.508 (8,7 MP) 1.240 × 1.754 (2,2 MP)
DIN A3 29,7 × 42 cm 3.508 × 4.961 (17,4 MP) 1.754 × 2.480 (4,3 MP)
DIN A2 42 × 59,4 cm 4.961 × 7.016 (34,8 MP) 2.480 × 3.508 (8,7 MP)
DIN A1 59,4 × 84,1 cm 7.016 × 9.933 (69,7 MP) 3.508 × 4.967 (17,4 MP)
DIN A0 84,1 × 118,9 cm 9.933 × 14.043 (139,5 MP) 4.967 × 7.022 (34,9 MP)

Die Werte gelten für das Endformat. Für randabfallende Motive verlangt die Druckerei zusätzlich eine Beschnittzugabe an jeder Seite; wie viel, steht im Datenblatt der jeweiligen Druckerei.

Welche Auflösung brauchen Flyer, Broschüre und Plakat?

Flyer, Broschüren, Visitenkarten und Fotodrucke bis DIN A3 werden in der Regel mit 300 dpi angelegt. Je größer das Format und je weiter der Betrachter entfernt steht, desto geringer darf die Auflösung sein, weil das Auge die einzelnen Bildpunkte nicht mehr auflöst.

Das Printcenter der Universität Salzburg nennt in seinem Leitfaden zur Druckdatenerstellung 300 dpi für Formate bis A3 und für ein Plakat in A0, das in Originalgröße angelegt wird, 106 dpi. Der Leitfaden weist auch darauf hin, dass eine höhere Auflösung als nötig nur die Datei vergrößert, aber keine sichtbar bessere Qualität bringt. Andere Druckereien setzen eigene Grenzen; maßgeblich ist immer das Datenblatt des Auftragnehmers.

Gestapelte Druckbogen mit Farbkontrollstreifen in einer Druckmaschine
Druckbogen mit Farbkontrollstreifen
Praxis-Hinweis

Logos, Schriften und Strichgrafiken gehören als Vektordatei (PDF, SVG, EPS) in die Druckvorlage. Sie haben keine feste Pixelzahl und bleiben in jeder Größe scharf. Die dpi-Frage stellt sich nur bei Fotos und anderen Pixelbildern. Wie ein Logo als Vektordatei entsteht, zeigt der Beitrag Logo kostenlos online erstellen – Diese Möglichkeiten gibt es.

Was ist der Unterschied zwischen dpi und ppi?

ppi (pixels per inch) beschreibt, wie dicht die Pixel einer Bilddatei im Druck verteilt werden; dpi (dots per inch) beschreibt, wie viele Farbpunkte ein Drucker pro Zoll setzt. In Bildbearbeitung und Druckerei-Datenblättern werden beide Begriffe meist gleichbedeutend verwendet.

Für die Umrechnung zwischen Pixeln und Zentimetern ist nur der ppi-Wert der Datei entscheidend; der Rechner verwendet dafür die verbreitete Bezeichnung dpi. Ein Tintenstrahldrucker mit „4.800 dpi“ meint dagegen seine Druckpunkte. Dieser Wert sagt nichts darüber aus, wie viele Pixel ein Bild haben muss.

Wie groß ist ein Pixel am Bildschirm?

Am Bildschirm gibt es keine feste Pixelgröße. Webbrowser rechnen intern mit 96 CSS-Pixeln pro Zoll, also rund 37,8 Pixeln pro Zentimeter. Wie groß ein Bild tatsächlich erscheint, hängt von der Pixeldichte des Geräts ab.

Ein Smartphone mit hochauflösendem Display zeigt ein CSS-Pixel mit mehreren physischen Bildpunkten an. Für Websites, Social Media und Präsentationen zählt deshalb die Pixelzahl, nicht der dpi-Wert. Ein Bild mit 1.920 × 1.080 Pixeln ist auf einem Full-HD-Bildschirm formatfüllend, egal ob in der Datei 72 oder 300 dpi eingetragen sind. Für den Versand per E-Mail gelten eigene Größen-Grenzen, siehe Fotos per Mail versenden – So gelingt es.

Kann man die Auflösung eines Bildes nachträglich erhöhen?

Den dpi-Eintrag einer Datei kann man jederzeit ändern, doch das verändert nur die errechnete Druckgröße und nicht die Schärfe. Mehr Detail entsteht nur durch mehr echte Bildinformation, also durch ein Foto mit höherer Auflösung oder eine Vektordatei.

Bildbearbeitungsprogramme können ein Bild hochrechnen, indem sie zusätzliche Pixel aus den Nachbarpixeln berechnen. Das glättet Treppenstufen, fügt aber keine Details hinzu. KI-gestützte Hochskalierer erzeugen zusätzlich neue Details, die im Original nicht vorhanden waren. Für Produktfotos oder Porträts sollte das Ergebnis deshalb vor dem Druck genau geprüft werden.

Großformatdrucker für Plakate und Poster
Großformatdrucker für Plakate

Einschätzung der Redaktion

Die Faustregel „immer 300 dpi“ führt bei großen Formaten in die Irre. Ein A0-Plakat bräuchte dafür fast 140 Megapixel, mehr als die meisten Kameras liefern. Der Salzburger Leitfaden nennt für A0 in Originalgröße 106 dpi. Wichtiger als ein hoher dpi-Wert ist, dass die Pixel von Anfang an da sind und die Druckerei ihre Vorgaben im Datenblatt nennt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Druckgröße in cm = Pixel ÷ dpi × 2,54.
  • DIN A4 bei 300 dpi: 2.480 × 3.508 Pixel, rund 8,7 Megapixel.
  • 300 dpi für Druck bis A3, bei großen Plakaten reicht weniger (A0 in Originalgröße: 106 dpi laut Universität Salzburg).
  • Logos und Schrift als Vektordatei anliefern, dann spielt dpi keine Rolle.
  • Den dpi-Wert zu ändern, macht ein Bild nicht schärfer.

Häufige Fragen zur Bildauflösung

Reichen 72 dpi für den Druck?

72 dpi ist kein Qualitätsmerkmal, sondern nur ein Eintrag in der Datei. Entscheidend ist die Pixelzahl im Verhältnis zur Druckgröße. Ein Bild mit 3.000 Pixeln Breite und 72-dpi-Eintrag lässt sich ohne Verlust auf 300 dpi umstellen und ist dann 25,4 cm breit.

Welche Auflösung braucht ein Bild für eine Website?

Für Websites zählt die Pixelbreite, in der das Bild angezeigt wird, nicht der dpi-Wert. Für Bildschirme mit hoher Pixeldichte wird oft die doppelte Anzeigebreite hochgeladen. Kleinere Dateien laden schneller, deshalb lohnt sich die Ausgabe in einem modernen Format wie WebP.

Wie viele Megapixel braucht ein Foto für DIN A3?

Für DIN A3 mit 300 dpi sind 3.508 × 4.961 Pixel nötig, rund 17,4 Megapixel. Viele aktuelle Kameras liegen darüber. Bei Smartphone-Fotos lohnt ein Blick auf die tatsächliche Pixelzahl der Datei, weil manche Modi die Auflösung reduzieren.

Was bedeutet Beschnittzugabe?

Beschnittzugabe ist ein Rand, um den randabfallende Motive über das Endformat hinaus angelegt werden. Nach dem Druck wird er abgeschnitten, damit keine weißen Kanten entstehen. Die genaue Breite nennt die Druckerei im Datenblatt; das Printcenter der Universität Salzburg verlangt zum Beispiel 2 mm.

Quellen

Stand: 29. Oktober 2026. Der Rechner liefert rechnerische Werte; verbindlich sind die Vorgaben der jeweiligen Druckerei.