Von Redaktion Media-Studio · veröffentlicht am 3. November 2026
Ein Bewerbungsfoto ist ein Hochformat-Porträt von etwa 4,5 × 6 cm, das oben auf der ersten Seite des Lebenslaufs sitzt. Für digitale Bewerbungen empfiehlt das AMS mindestens 600 × 800 Pixel, für den Druck 300 dpi. Wichtiger als Technik sind ein ruhiger Hintergrund, weiches Licht und ein aktuelles Bild.
In Österreich ist ein Foto in der Bewerbung üblich, aber keine Pflicht. Üblich sind 4 × 6 bis 4,5 × 6 cm im Hochformat, auf dem Deckblatt darf es größer sein. Digital zählen die Pixel: Bei 300 dpi braucht ein 4,5 × 6 cm großes Foto rund 531 × 709 Pixel. Neutraler Hintergrund, branchenpassende Kleidung, Tageslicht oder Studiolicht und nur dezente Retusche machen den Unterschied.
Welches Format und welche Größe hat ein Bewerbungsfoto?
Das AMS nennt als Richtgröße etwa 4,5 × 6 cm im Hochformat mit einem Seitenverhältnis von 3:4 oder 4:5. Die deutsche Bundesagentur für Arbeit empfiehlt ca. 4 × 6 cm für den Lebenslauf und maximal 9 × 13 cm für ein Deckblatt.
Ein Bewerbungsfoto ist damit etwas größer als ein Passbild, das in Österreich 35 mm breit und 45 mm hoch ist. Querformat ist laut AMS eher unüblich, außer es passt zur Branche oder zum Design der Bewerbung. Welche Pixelzahl du für jedes dieser Maße brauchst, ergibt sich aus der Formel Pixel = cm ÷ 2,54 × dpi, die auch der DPI-Rechner: Pixel in cm und Druckgröße berechnen verwendet.
| Verwendung | Maß in cm | Pixel bei 300 dpi | Quelle für das Maß |
|---|---|---|---|
| Passbild (zum Vergleich) | 3,5 × 4,5 | 413 × 531 | oesterreich.gv.at |
| Lebenslauf, kompakt | 4 × 6 | 472 × 709 | Bundesagentur für Arbeit |
| Lebenslauf, Richtgröße | 4,5 × 6 | 531 × 709 | AMS |
| Deckblatt, maximal | 9 × 13 | 1.063 × 1.535 | Bundesagentur für Arbeit |
| Digitale Mindestgröße | 5,1 × 6,8 (bei 300 dpi) | 600 × 800 | AMS |
Die Pixelwerte sind gerundet und gelten für den Druck mit 300 dpi, den das AMS als Mindestwert für gedruckte Bewerbungen nennt. Am Bildschirm spielt der dpi-Wert keine Rolle, dort zählt nur die Pixelzahl. Ein Foto mit 600 × 800 Pixeln reicht deshalb für eine PDF-Bewerbung, im Druck ergibt es bei 300 dpi rund 5,1 × 6,8 cm.
Wo gehört das Bewerbungsfoto in den Lebenslauf?
Das Foto gehört auf die erste Seite des Lebenslaufs, oben rechts oder oben links, möglichst nahe bei Name und Kontaktdaten. So empfiehlt es das AMS. Verwendest du ein Deckblatt, kommt das Foto dorthin und darf etwas größer sein.
Auf dem Deckblatt kann das Bild laut AMS zentriert oder oben links bzw. rechts stehen. Es soll ins Layout passen und weder zu groß noch zu klein wirken. Bei einer Bewerbung auf Papier wird ein gedrucktes Foto mit dünnem, doppelseitigem Fotoklebeband befestigt, wie die Bundesagentur für Arbeit beschreibt, sofern die Ausschreibung nichts anderes vorgibt.
Die meisten Bewerbungen laufen heute per E-Mail oder Online-Formular. Das AMS rät in seiner Anleitung zu den Bewerbungsunterlagen, Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse in einem mehrseitigen Dokument zusammenzufassen, am besten als PDF. Das Foto bettest du dabei direkt in den Lebenslauf ein, statt es als eigene Bilddatei mitzuschicken. Wie du große Bilddateien verkleinerst, bevor du sie verschickst, erklärt der Beitrag Fotos per Mail versenden – So gelingt es.

Muss man in Österreich ein Bewerbungsfoto beilegen?
Nein. Ein Foto ist in Österreich üblich, aber nicht verpflichtend, schreibt das AMS in seiner Anleitung zu den Bewerbungsunterlagen. Empfohlen wird ein aktuelles Bild mit freundlicher Ausstrahlung. Ob du eines beilegst, hängt auch von Branche und Ausschreibung ab.
Für Deutschland hält die Bundesagentur für Arbeit in ihrem Bewerbungskompass fest, dass Arbeitgeber Bewerbungsfotos nicht mehr verlangen dürfen, Fotos aber trotzdem üblich sind. Bewirbst du dich bei einem Unternehmen mit Sitz in Deutschland, ist ein Bewerbungsfoto also ebenfalls freiwillig. Entscheidest du dich für ein Foto, sollte es so sorgfältig gemacht sein wie der Rest der Unterlagen.
Wie sieht ein gutes Bewerbungsfoto aus?
Ein gutes Bewerbungsfoto zeigt dich aktuell, natürlich und passend zur Branche: neutraler Hintergrund, gleichmäßiges Licht ohne harte Schatten, ein freundlicher oder offener Blick und Kleidung, die zum angestrebten Job passt. Das AMS fasst dafür zehn Tipps zusammen.
| Bereich | Empfehlung |
|---|---|
| Hintergrund | Neutral und ruhig, etwa helles Grau, dezentes Blau oder Beige; ein unscharfer Büro- oder Outdoor-Hintergrund kann natürlich wirken |
| Kleidung | Outfit, das zu dir und zur Branche passt; laut Bundesagentur für Arbeit knitterfrei und sauber |
| Haare und Make-up | Gepflegt, schlicht und natürlich, Make-up nur dezent |
| Gesichtsausdruck | Freundliches Lächeln oder neutraler, offener Blick, Blickkontakt zur Kamera |
| Haltung | Gerade sitzen oder stehen, leicht entspannt; eine leichte Drehung zur Kamera wirkt oft natürlicher als frontal |
| Licht | Tageslicht oder Studiolicht für weiches, gleichmäßiges Licht ohne harte Schatten |
| Nachbearbeitung | Nur dezent: Farbe, Helligkeit und Kontrast, keine unnatürlichen Effekte |
| Aktualität | Neues Foto, sobald sich Aussehen oder Stil merklich verändert haben |
Kreative Berufe erlauben laut AMS mehr Lockerheit als konservative Branchen. Für eine Stelle in einer Agentur darf das Foto also lebendiger wirken als für eine Bewerbung bei einer Bank. Anders als beim Passbild ist eine leichte Drehung des Kopfes ausdrücklich erlaubt, während das Passbild eine Frontalaufnahme mit neutralem Gesichtsausdruck verlangt.

Fotostudio oder selbst fotografieren?
Beide Quellen raten zum Fotografen: Die Bundesagentur für Arbeit nennt Selfies und selbst gemachte Fotos tabu, das AMS hält Schnappschüsse und selbst gemachte Fotos ohne Vorbereitung für unpassend. Ein vorbereitetes eigenes Foto ist möglich, braucht aber Planung.
Zu den Kosten schreibt das AMS, dass sie stark schwanken: Einfache Shootings beginnen bei rund 50 Euro, mit Make-up und Retusche können es 100 Euro oder mehr sein. Frag vorab, wie viele Aufnahmen du zur Auswahl bekommst, ob die Retusche inklusive ist und ob du die Datei digital in ausreichender Auflösung erhältst. Gescannte Papierfotos haben laut Bundesagentur für Arbeit eine deutlich schlechtere Qualität als die digitale Originaldatei.
Wenn du selbst fotografierst, übernimm die Grundregeln aus dem Studio: Kamera oder Smartphone auf ein Stativ, Selbstauslöser oder eine zweite Person, weiches Tageslicht von einem Fenster seitlich vor dir und eine ruhige, helle Wand als Hintergrund. Das AMS empfiehlt außerdem Testaufnahmen mit verschiedenen Posen und Ausdrücken und ein ehrliches Feedback von Freunden oder Familie. Mehr zu Licht und Bildaufbau findest du im Beitrag Tipps für den perfekten Einstieg.
Lass dir vom Fotografen die Datei in voller Auflösung geben und schneide sie erst für den Lebenslauf zu. Prüfe mit dem DPI-Rechner, ob die Pixelzahl für die geplante Druckgröße reicht: Für 4,5 × 6 cm bei 300 dpi sind es rund 531 × 709 Pixel. Exportiere den Lebenslauf danach als PDF, damit das Foto an der richtigen Stelle bleibt.
Wie bereitest du das Bewerbungsfoto digital vor?
Schneide das Foto im Hochformat 3:4 zu, achte auf mindestens 600 × 800 Pixel und füge es direkt in den Lebenslauf ein. Danach speicherst du die gesamte Bewerbung als ein PDF, wie es das AMS empfiehlt.
- Zuschnitt wählen: Hochformat 3:4 (zum Beispiel 4,5 × 6 cm) oder 4:5, Kopf und Schultern im Bild, oben etwas Luft über dem Kopf.
- Pixel prüfen: Für digitale Bewerbungen mindestens 600 × 800 Pixel, für den Druck die Pixelzahl aus Maß und 300 dpi berechnen.
- Dezent bearbeiten: Helligkeit, Kontrast und Farbe korrigieren, keine Filter und keine Effekte.
- Einbetten: Foto im Lebenslauf oder auf dem Deckblatt platzieren, nahe bei Name und Kontaktdaten.
- Als PDF speichern: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse in einem Dokument zusammenfassen und vor dem Versand die Dateigröße prüfen.
Viele Online-Portale geben eigene Grenzen für Dateigröße und Format vor. Halte dich in diesem Fall an die Angaben in der Stellenausschreibung oder im Bewerbungsformular.
- Richtgröße laut AMS: etwa 4,5 × 6 cm im Hochformat (3:4 oder 4:5).
- Digital mindestens 600 × 800 Pixel, im Druck mindestens 300 dpi.
- Platz: erste Seite des Lebenslaufs oben rechts oder links, alternativ auf dem Deckblatt.
- In Österreich üblich, aber keine Pflicht.
- Neutraler Hintergrund, weiches Licht, branchenpassende Kleidung, nur dezente Retusche.
Häufige Fragen zum Bewerbungsfoto
Wie groß ist ein Bewerbungsfoto in Pixeln?
Für digitale Bewerbungen nennt das AMS mindestens 600 × 800 Pixel. Soll das Foto gedruckt 4,5 × 6 cm groß sein, brauchst du bei 300 dpi rund 531 × 709 Pixel. Die Formel lautet: Pixel = cm ÷ 2,54 × dpi.
Darf ein Bewerbungsfoto im Querformat sein?
Laut AMS ist Querformat eher unüblich. Es kann passen, wenn es zur Branche oder zum Design der Bewerbung gehört, etwa bei einem gestalteten Lebenslauf in einem kreativen Beruf. Klassisch ist das Hochformat.
Kann ich ein Passfoto als Bewerbungsfoto verwenden?
Besser nicht. Ein Passbild ist mit 3,5 × 4,5 cm kleiner und verlangt einen neutralen Gesichtsausdruck mit geschlossenem Mund. Für ein Bewerbungsfoto empfiehlt das AMS dagegen ein freundliches Lächeln oder einen offenen Blick und eine natürliche Haltung.
Was kostet ein Bewerbungsfoto beim Fotografen?
Das AMS gibt an, dass einfache Shootings bei rund 50 Euro beginnen und mit Make-up und Retusche 100 Euro oder mehr kosten können. Die Preise schwanken stark, daher lohnt sich ein Vergleich mehrerer Angebote.
Wie alt darf ein Bewerbungsfoto sein?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Das AMS rät zu einem aktuellen Bild und zu einem neuen Foto, sobald sich Aussehen oder Stil merklich verändert haben.
Quellen
- Das perfekte Bewerbungsfoto: 10 Tipps für ein gelungenes Bild · AMS Österreich · Seite aktualisiert am 13.05.2025, abgerufen am 03.11.2026
- Bewerbungsunterlagen – Anleitung zu Ihrer Bewerbung – Mit Muster · AMS Österreich · Stand Februar 2017, abgerufen am 03.11.2026
- Bewerbung leicht gemacht – Bewerbungskompass für Arbeitsstellen · Bundesagentur für Arbeit · S. 7, abgerufen am 03.11.2026
- Passbild · oesterreich.gv.at · Stand 05.02.2026, abgerufen am 03.11.2026
Stand: 3. November 2026.
